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Fasenachts-Zuch
C h r o n i k
Im Jahre 1977 machten sich 5 Idealisten auf, zu einer der beständigsten Zugtruppen in Zellingen zu werden, was damals allerdings noch niemand erkannte. Ist aber eigentlich sonnenklar, denn wenn die Bärsche und die Balze aktiv werden, kommt meistens was Anständiges dabei heraus.
Was ist aus diesen 5 Jungen geworden?
Alfred Schmiedel ist aus beruflichen und familiären Gründen Richtung Nürnberg entfleucht.
Jochen Zeier als Elferrat und Exprinz fährt nun auch schon jahrelang mit anderen Wägen durch die Zellinger Straßen.
Norbert Hochrein ging studieren und ward seither nicht mehr beim Zug gesehen.
Thomas Sohn verstarb bei einem tragischen Verkehrsunfall leider viel zu früh.
Der Einzige von der "Urtruppe" noch Übriggebliebene ist unser Kappo Michael Bauermees.
Nach zaghaften Anfängen mit Handwagen und genagelten Konstruktionen wurden mit der Zeit die Aufbauten anspruchsvoller und aufwendiger: Spax war das Zauberwort.
Als dann der Bulldog-Anhänger zum Standard erhoben wurde, war Helmut Graus schnell als Stammfahrer engagiert.
Der Versbacher Steffen Fries ist seit 1982 ständiges Mitglied und wurde mit Michael für die technischen Feinheiten verantwortlich gemacht.
Ein Schreiner aus Italien schafft gerne mit „Ohlz". Wer Carlo Lanfranco kennt, weiß was ein echter Holzwurm ist.
Beim Zellinger Fasenachtszug ist er seit 1982 aktiv.
Die Kippeleien zwischen Steff und Carlo lassen niemanden kalt. Aber was wäre das Leben, wenn wir nichts zu lachen hätten.
1983 war der erste Thüngersheimer in der Truppe dabei. Mittlerweile ist Thomas Dausacker als Malermeister Klecksel für die Truppe unentbehrlich und seit Frau Marion und Tochter Laura mitmarschieren / fahren, ist die Familie auch in der Fasenacht komplett.
Gebaut wurden die Wägen bis auf wenige Ausnahmen immer beim Ewald in der Scheune. Die Bauermees’sche Tenne muß das Jahr über natürlich als Magazin für die Aufbewahrung der verwertbaren Teile herhalten. Ewald wir danken Dir. Wiltrud’s Kaffee ist der Beste und das Sponsering von Oma Hedwig hat schon manchem Wagen zum Rollen verholfen. Vielen, vielen Dank!
Spötter sterben bekanntlich nie aus und manche behaupten, wir würden an den Samstagen nur der Leberkäs-Weckli wegen zum Wagenbauen rennen.
Na sowas . . .
Die große Wende kam Ende der 90er Jahre. Bei Truppstärken bis zu 32 Leuten lernten einige das Laufen wieder, die Wägen sind seitdem „nur noch" schmückendes Beiwerk.
Für die Zukunft wünschen wir uns, daß der närrische Nachwuchs nicht abtrünnig wird und wir in Frische und Gesundheit zu wirklichen Rentner-Narren werden.
c j.fischer 0199 (anlässlich der Fasenachtsaustelltung im Ture, Zellingen)